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Wasser, Musik und viel Gekreische

26. Poolparty im Allwetterbad wieder ein voller Erfolg
Von Christa Neckermann

Osterholz-Scharmbeck. Moderator Tim steht auf dem Ein-Meter-Brett. „So, lasst uns mal das „Applausometer“ testen. Das brauche wir gleich um festzustellen, wer die schönste Arschbombe produziert hat. Also, alle auf „Drei“ mal laut Klatschen, Pfeifen, Johlen…“ – Kaum hat Tim vom Zephyrus-Team ausgezählt, erhebt sich ein Lärm im Allwetterbad, dass das Hallendach abzuheben droht. „Wunderbar! So macht ihr das jetzt auch gleich, wenn euch die Performance der Springer gefällt, ja?“ Und wieder kommt lautstarke Zustimmung von den Teilnehmern der 26. Poolparty im Allwetterbad.
Über 600 Teenager zwischen 10 und 15 Jahren tummeln sich auf Badeinseln, schwimmenden Riesenkraken, einem relaxed auf der Wasseroberfläche dümpelndem Wasserdrachen oder hängen auf Badebällen ab. Es ist bunt, es ist laut, die Boxen dröhnen heiße Techno-Rhythmen, und es ist vor allem – nass!
Am Stand beim Bocadillo drängen sich die jungen Leute und holen sich ihre Pommes-Portionen ab, am Stand der Sparkasse Rotenburg Osterholz gibt es karibisch anmutende Fruchtcocktails mit echtem Sonnenflair.
Aufmerksam wandern die AOK-Azubis, die an diesem Abend als Teamer dabei sind, die DLRG-Wasserretter und das Allwetterbad-Schwimmmeisterteam um die Becken. Drinnen, draußen müssen sie die Augen und Ohren offenhalten – es ist schlimmer, als zehn Säcke Flöhe zu hüten, zumindest macht es diesen Eindruck.
„Und jetzt geht es los mit unserem Arschbomben-Wettbewerb! Der Drei Meter-Turm ist für euch geöffnet!“ Moderator Tim steht mit dem Mikro oben auf der Plattform, unten, eine Etage tiefer auf dem Ein Meter-Brett steht ein weiterer Beobachter vom Team Zephyrus und hat farbige Badekappen dabei – damit werden dann die Teilnehmer der „Endausscheidung“ markiert.
Mal mit mehr, mal mit weniger Anlauf geht es dann für die Springer in die Tiefe. Beine angezogen, Po nach unten gestreckt, und fast als kleine Kugel geformt – so entsteht der schönste Wasserklatscher. Ein sicheres Zeichen für den Erfolg ist immer dann gegeben, wenn die Umstehenden am Beckenrand aufkreischen, weil sie nass geworden sind.
Aber jeder hat seine eigene Version von der perfekten Arschbombe. Manche Kids springen mit steif am Körper angelegten Armen und geraden Beinen in die Tiefe und tauchen fast geräuschlos bis fast auf den Boden des Beckens ab. Bei ihnen hält sich der geforderte Applaus dann auch in Grenzen.
Zur Endausscheidung sind etwa zehn Nachwuchstaucher angetreten. Hier ist schon Spreu von Weizen geschieden, die Sprünge sind wagemutiger, und mancher legt sogar einen Salto vom Drei Meter-Turm hin. Oft genug muss Moderator Tim sein Mikro vor dem hochspritzenden Wasser retten.
Ein Vergleich mit dem emsig arbeitenden „Applausometer“ hat ergeben, dass der 14jährige Maurice (erstmals bei der Poolparty dabei, wie er uns verriet), eindeutig Arschbombenkönig 2019 wurde. Welche Dezibel seine Messung erhielt, ist leider nicht überliefert. Dafür aber der besondere Applaus, den Maurice von seinen Poolparty-Kollegen, die sofort nach dem Sieg den Beckenrand stürmten, erhielt: Fast so laut wie ein startender Düsenjäger.
Zwischendurch gab es auch mal traurige Momente. Als zum Beispiel ein Saboteur zuschlug und dem Wasserdrachen unbemerkt das Ventil öffnete, sodass das Zephir-Team den Wasserdrachen kurzzeitig zum Nachladen ins Trockendock, will sagen, zum Beckenrand retten musste.
Viel Spaß machte den Teenagern auch das Über-das-Wasser-Laufen“ auf einer Art Laufsteg, der vom Beckenrand bis zu einer Schwimmfigur verlegt war. Mit ein wenig Geschicklichkeit und einer gewissen Geschwindigkeit konnte die knapp 10 Meter lange Strecke recht trocken überwunden werden. Auch die aufgeblasenen Kugeln, in denen man wie in einem Hamsterrad auf der Wasseroberfläche entlang trudeln konnte, gehörte zu den Highlights des Abends.
Nach 20 Uhr fand dann noch die besondere Verlosung im Allwetterbad statt: AOK, Stadtwerke und Sparkasse hatten zusammengelegt und verlosten viermal jeweils eine Geburtstagsparty für acht Personen, oder, falls sich die Jugendlichen einen Schrank teilten, zwei Partys zu je vier Personen. Dabei brauchten die Jugendlichen nichts weiter als Glück – es wurden nämlich die Schranknummern aufgerufen, und dann konnten sich die Kinder auf einen wunderbaren Nachmittag auf Kosten der Sponsoren im Allwetterbad freuen.
Gewonnen haben dabei Nico Bäker, Alex Bey, Ian Heimhardt, Salome Kellner, Tirian Marx, Aaron Sedlaczek und Bennet Willenbrock.