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Verständigung ist alles

Die Logopädische Praxis Corinna Rolf und Christian Boeck hilft beim Verstehen und verstanden werden.
Von Christa Neckermann

Ritterhude. Für den normalen Umgang der Menschen untereinander ist Sprache unverzichtbar. Doch was tun diejenigen, die Probleme mit ihren Sprechwerkzeugen haben?
Das fängt schon bei den Jüngsten an. „Hier behandeln wir Kleinkinder, die beispielsweise unter einer Myofunktionellen Störung, das ist eine Störung der Muskulatur im Mund-Gesichtsbereich, bei der die Bewegungs- und Koordinationsabläufe sowie das muskuläre Gleichgewicht aller am Schlucken beteiligten Strukturen, wie Wangen-, Lippen- und Zungenmuskulatur gestört sind“, erklärt Christian Boeck. „Werden diese Störungen nicht beseitigt, kann das auch Auswirkungen auf die Sprachentwicklung nehmen.
Boeck ist Diplom-Sprachheilpädagoge, medizinischer Sprachheilpädagoge, akademischer Sprachtherapeut und Funktioneller Dysphagie-Therapeut und betreut in der Praxis die jungen Patienten.
Gemeinsam mit Corinna Rolf, selbst Diplom-Sprachheilpädagogin, medizinische Sprachheilpädagogin, akademische Sprachtherapeutin und Individualpsychologische Beraterin versorgter mit 20 weiteren Therapeuten ein Gebiet, dass von Delmenhorst über Helgoland bis vor die Tore Stades reicht. Weitere Praxen haben die beiden Therapeuten auch in Beverstedt und Bremerhaven.
Jetzt konnten sie in Ritterhude Raum für den gewachsenen Bedarf hinzugewinnen – ohne dafür weite Wege zurückzulegen. „Wir hatten die Gelegenheit, in dem Gebäude Am Großen Geeren 33 in Ritterhude eine Etage höher eine größere Praxisfläche anzumieten. So hat sich für unsere Patienten eigentlich nichts Wesentliches geändert – außer, dass es jetzt größere und hellere Räumen sind, in denen wir die Therapien durchführen“, freuen sich die beiden.
Das Wiederherstellen oder trainieren der sprachlichen Funktionen steht bei den Therapeuten im Vordergrund. „Eltern, deren Kind mit 24 Monaten erst einen Wortschatz von etwa 50 Wörtern hat, sollten über eine Logopädische Behandlung nachdenken. Auch die bereits oben angesprochenen Schluckstörungen könnten später in der Entwicklung in eine Sprachstörung münden – wir empfehlen also allen Eltern, aufmerksam auf ihr Kind zu schauen und, falls es Unklarheiten gibt, einen Experten zu kontaktieren“, sagt Corinna Rolf.
Sie ist es, die sich in der Praxis mit den Sprachpatienten beschäftigt, die beispielsweise nach einem Schlaganfall oder Unfall sprachlich wieder zurück ins Leben finden müssen. „Leider ist es nicht so, dass wir in jedem Fall den vollen Sprachgebrauch wiederherstellen können“, betont Corinna Rolf. Das ist mit einer elektrischen Verbindung vergleichbar: Wurde der Stecker nur aus der Steckdose gezogen, kann der Kontakt leicht wiederhergestellt werden. Wurde jedoch das Kabel durchtrennt, müssen andere Verbindungswege aufgebaut werden.
„Dazu üben wir mit unseren Patienten dann andere Verständigungswege, andere Zeichen ein. Daran ist dann unter anderem auch das Umfeld beteiligt, das mit dem Patienten kommunizieren will“, so die Therapeutin.
Über ihre Arbeit mit den Patienten aller Altersgruppen hinweg führen Corinna Rolf und Christian Boeck auch Seminare und Fortbildungen für Pflegepersonal, Erzieherinnen und Pädagogen durch. Hier lernen beispielsweise auch Eltern, wie sie die Sprachentwicklung ihrer Kinder unterstützen können. Auch für „Vielsprecher“ wie zum Beispiel Lehrkräfte haben die beiden ein interessantes Seminar, in dem über Stimmhygiene und Prävention berichtet wird. „Bei Menschen mit Sprechberufen ist die Stimme großen Herausforderungen ausgesetzt. In dem Seminar geben wir den Leuten individuelle Tipps für eine schonende Stimmgebung“, erläutert Christian Boeck.
Mehr Informationen über die Gemeinschaftspraxis für Logopädische Therapie finden sich auch im Internet unter www.sprachheiltherapie-ritterhude.de.