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Ins rechte Licht gesetzt

Fotogruppe des Heimat- und Kulturvereins stellt im Ritterhuder Rathaus aus
Von Christa Neckermann

Ritterhude. Während im Foyer des Ritterhuder Rathauses die Sonatella von Antonio Bertali erklang, mit der das Flötenensemble St. Marien aus Osterholz-Scharmbeck die Eröffnung der Fotoausstellung „Ritterhude im Fokus“ einleitete, konnte es einer der Gäste vor Spannung kaum noch ertragen: schnell mal spicken, was Ritterhudes Bürgermeisterin wohl gleich für lobende Worte für die Aussteller, Organisatoren und andere an der Ausstellung beteiligte Personen finden würde!
Und lobende Worte fand Susanne Geils gleich mehrfach.
Für die 1981 gegründete Fotogruppe, die im Heimat- und Bürgerverein Ritterhude angesiedelt ist und ausschließlich aus Hobbyfotografen besteht ebenso wie für die elf Mitglieder, die ihre Fotos zu Thema „Ritterhude im Fokus“ jetzt im Foyer ausstellen.
„Ich freue mich immer, wenn eine neue Ausstellung in unserem Rathaus eröffnet wird, und ich dann morgens bei Dienstbeginn auf die Werke ortsansässiger Künstler schauen kann“, bekannte Susanne Geils und verriet auch, dass sie sich von den jetzt hier ausgestellten Fotografien für ihre Rede inspirieren ließ.
Das ließ sich unschwer erkennen, denn die Adjektive „schön“ und „wundervoll“ hatten einen Massenauftritt.
Nachdem sich die Mitglieder der Fotogruppe in den vergangenen Jahren schon vielen interessanten Themenfeldern, so dem „Leben am Scharmbecker Bach“ oder „Teufelsmoor neue gesehen“ zugewandt hatten, war es höchste Zeit, sich nun einmal dem Sitz der Fotogruppe, nämlich Ritterhude, zu widmen. Dabei erwies es sich schnell, dass Ritterhude so einiges an malerischen Motiven zu bieten hat: Malerische Landschaften, verwunschene Bachläufe, Flusslandschaften mit knorrigem Unterholz, geschichtsträchtige Gebäude und fröhliches Leben auf Festen und Veranstaltungen.
„Bei zahlreichen gemeinsamen Exkursionen, zum Teil in den frühen Morgenstunden, entstanden mehr als einhundert Fotografien, die facettenreich das Leben und die Landschaft unser schönen Gemeinde zeigen“, lobte Bürgermeisterin Geils. Auch die eingesetzte Technik hatte es der Bürgermeisterin – und den Eröffnungsgästen – angetan: Drohnenüberflüge mit Weitwinkel über das Rathaus oder die Hammebrücke, die Mohammed Khalil effektvoll in Szene setzte.
Doch in der Ausstellung fehlen auch nicht die stimmungsvollen Sonnenaufgänge, für die die Mitglieder der Fotogruppe schon vor fünf Uhr morgens ihr Bett verlassen mussten. Annemarie Lampe ist dagegen lieber spät ins Bett gegangen, um vorher noch drei Birken in Platjenwerbe abzulichten, die der untergehenden Sonne nachzuschauen scheinen.
Fotografie ist in Licht eingefangene Stimmung, denn frei übersetzt bedeutet Fotografie „Lichtmalerei“. Das zeigte Annemarie Lampe auch in einem weiteren Bild, „Morgennebeln in den Wümmewiesen“, mit dem ihr eine Komposition in Gelb- und Brauntönen gelungen ist.
Martin Monthofer hat sich mit zwei effektvollen Schwarz-Weiß-Bildern an der Ausstellung beteiligt: Ein rauhreifbedeckter Acker und eine Wümmelandschaft mit dramatisch dahinziehenden Wolken zeigen, wie wirkungsvoll mit nur zwei Farben gearbeitet werden kann.
Die Ritterhuder und ihre Gäste können sich noch bis zum 5. April während der Öffnungszeiten des Rathauses an den fotografischen Kleinoden erfreuen.

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