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Bolivien und Blindengarten

VHS stellt Frühjahrsprogramm vor
Von Christa Neckermann

Osterholz-Scharmbeck. Zwölf Themengebiete umfasst das Frühjahrsprogramm der Volkshochschule, dazu Kurse, die jeweils in Hambergen oder Schwanewede angeboten werden. „Wir haben uns wieder viele Gedanken darum gemacht, was unsere Teilnehmer interessieren könnte“, betonten Urte Joost-Krüger und Gabriele Haar auf dem Pressetermin, an dem das neue Frühjahrsprogramm der VHS vorgestellt wurde.
Etliche, bewährte Kurse wurden natürlich beibehalten und wie immer gibt es auch interessante Neuerungen im Heft. Stöbern lohnt sich also. Entweder in den an den bekannten Stellen ausliegenden Programmheften, oder – was immer häufiger genutzt wird – über die Internetseite der VHS, www.vhs-osterholz-scharmbeck.de.
Da wird beispielsweise in einem wunderschönen Abendvortrag das Reiseland Bolivien vorgestellt. Marisabel Quiroga de Zonneveld ist Bolivianerin und stellt ihr als Reiseland eher unbekanntes Heimatland in einem Bildvortrag vor. Impressionen von Landschaft, Leuten und Alltagskultur vermitteln einen Eindruck vom Leben in Bolivien.
Wieder dabei ist unter dem Themengebiet Geschichte – Politik – Gesellschaft und Umwelt auch die Kräuterwanderung durch die Muna Lübberstedt. Hier haben sich im Laufe der Jahrzehnte verschiedene Wildkräuter angesiedelt, die unter Anleitung einer Kräuterpädagogin fachkundig gesammelt werden. Für Inspiration sorgt eine Wanderung auf dem Jakobsweg – nein, nicht dem in Spanien, es kann auch der im Blockland sein! Sie hätten es nicht gewusst? Auf Seite 12 im Programmheft erfahren Sie alles nähere!
„Ein besonderes Angebot hat es bis zum Drucktermin leider nicht in unser Programmheft geschafft – die Exkursion in den Blindengarten in St. Magnus. Am Sonnabend, 25. Mai, können hier Frühlingseindrücke mit Nase, Tastsinn und Geschmack gewonnen werden. Sehenden Teilnehmern bieten wir das Tragen einer Augenbinde an“, erklärte Gabriele Haar das Angebot.
Sprachen und Kommunikation sind ein Dauerbrenner bei der VHS. Für all diejenigen, für die Schweden mehr als IKEA ist, bietet die VHS einen Schwedischkurs an – Schwedisch von Anfang an! Nicht direkt eine Fremdsprache, aber eine Sprache, die den Ungeübten fremd erscheint, ist das Plattdeutsche. Vielleicht haben die Großeltern noch Platt gesprochen, in der Enkelgeneration ist jetzt Hochdeutsch angesagt. Interessant ist dieser Kurs besonders für Pflegekräfte, die in Einrichtungen mit ihren Schutzbefohlenen besser kommunizieren möchten.
Mit zunehmendem Alter verändern sich die Sinne. In manchen Bereichen nehmen die Wahrnehmungsfähigkeiten ab, in anderen zu. Im Frühjahr steht ein ganz besonderer Kurs bei der VHS im Angebot: Klangschalenmassage in warmem Wasser. „Hier lohnt es sich, sich schnell anzumelden, da das Platzangebot sehr begrenzt ist“, betonte Gabriele Haar.
Ein Kurs, der nicht nur Spaß macht und mitreißt, sondern auch das Potential zur Völkerverständigung hat, wird im März angeboten: Balkantänze. Kreistänze aus Makedonien, Griechenland, Rumänien, Albanien und Armenien bieten sowohl Deutschen wie auch hier lebenden Balkanbewohnern Gelegenheit, sich in buchstäblich fröhlicher Runde die Hand zu reichen und kennen zu lernen.
Als Happening ist ein Kurs über Kurdische Kreistänze angelegt. Bei Melda Özbek lernen die Teilnehmer, dass Tanz mehr ist als Bewegung – er ist Ausdruck von Freude, Trauer, Stärke, Schwäche, Arbeit Kampf und Liebe. Nach dem Kurs soll das Leben bei einem Tee aus dem Samowar und einem Beitrag für das kurdische Büffet gefeiert werden.
Nicht alles läuft nach Plan? Dann ist es Zeit, zu improvisieren! Klaus Lemke zeigt in seinem Wochenendkurs „Improvisieren als Lebensform“ wie der Mensch schlagfertig mit ungeplanten Aktionen umgehen kann.
Breit gefächert ist auch wieder das Angebot an pädagogischer Kurzzeit- und Langzeitfortbildung. Der Studientag „Einführung in die Unterstützte Kommunikation“ wendet sich zum Beispiel an Teams von Kindertagesstätten die jungen Kindern dabei helfen wollen, Sprache zu erwerben. Dabei wird sprachbegleitend das bedeutungstragende Wort gebärdet. Auch der Studientag „Die Verankerung von sprachlicher Bildung und Förderung im Konzept einer Kita“ wendet sich an Kindertagesstätten-Teams. Das neue Kita-Gesetz verpflichtet die Fachkräfte in den Einrichtungen, die Kommunikation, Interaktion und Entwicklung von Sprachkompetenz kontinuierlich zu fördern, wobei der Studientag entscheidende Hilfen bietet.
„Wir würden uns wieder über viele interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuen“, betonten Gabriele Haar und Urte Joost-Krüger. „Wer uns schon kennt, darf uns gerne weiterempfehlen oder gemeinsam mit Freunden, die uns noch nicht kennen, zu einem Kurs kommen. Bei uns gibt es garantiert keine Langeweile, dafür aber jede Menge nette Leute!“

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