+49 4791 - 14 90 71
info@wort-perfekt.de

„In Lübberstedt läuft es anders“

Lübberstedter Neujahrsempfang in der Mühle
Christa Neckermann

Lübberstedt. „In Lübberstedt läuft es anders“, stellte Ortsbürgermeister Dieter Langmaack in seiner Rede anlässlich des Neujahrsempfangs für Ehrenamtliche in der Gemeinde fest. Nicht nur, dass die Lübberstedter ihre Probleme gemeinsam angehen und sich untereinander helfen, wann immer Not am Mann oder der Frau ist, auch parteiübergreifend wird getan, was nötig ist, um die Gemeinde am Rande Hambergens in bestem Zustand zu halten.
Dazu gehört auch, sich bei all denen zu bedanken, die zu diesem Bestzustand maßgeblich beitragen – die Ehrenamtlichen. „Keine Schuld ist so dringend als die, Dank zu sagen“, betonte Langmaack denn auch in seiner Ansprache.
Und Empfänger gibt es viele in Lübberstedt. Das Erntefestkomitee, Freiwillige Feuerwehr, Mühlenverein, AWO, die Jagdgenossenschaft, die Landfrauen, der ATV Lübberstedt, die Maibaumpflanzer und die Frauenhilfe tragen alle zu einem gemütlichen Miteinander in der Gemeinde Lübberstedt bei. Ihnen allen – zumeist vertreten durch die jeweiligen Vorsitzenden – sprach Langmaack seinen Dank aus. Auch die Mitglieder des Gemeinderates und die Verwaltungsmitarbeiter im Rathaus Hambergen erhielten den gebührenden Dank für ihre Mitarbeit an einem reibungslosen Miteinander.
Dabei hob Langmaack besonders den hohen Anteil an tatsächlich „tatkräftiger“ Mithilfe hervor. „Ohne unsere Landwirte und deren Gerät hätte so manche Verbesserung nicht stattgefunden oder hätte sogar eine Menge Geld verschlungen“, verriet er den Gästen in der Mühle. Diese Hilfe ließe sich deutlich mit Zahlen belegen. So wiesen andere Gemeinden der Samtgemeinde Hambergen beispielsweise hohe Beträge bei der Nutzung der Dienste des Bauhofes aus. Auf das Lübberstedter Konto entfielen hier nur etwa 1000 Euro – „weil es bei uns anders läuft und die Leute von sich aus mit anfassen“, lobte Langmaack. So hätte ein Neubürger Lübberstedts noch nicht einmal den Möbelwagen außer Sicht gehabt und wäre bereits beim Bürgermeister vorstellig geworden: „Wo soll ich mithelfen?“ – „Ich habe mich gefragt, woher er überhaupt wusste, dass es etwas zu tun gab!“, berichtete Langmaack.
Auch finanziell steht die Gemeinde gut da. „Wir konnten unsere Projekte aus unseren Rücklagen finanzieren. Wenn jetzt in diesem Jahr die Erstattung fällig wird, stehen wir wieder gut da“, verkündete Langmaack.
Er rief seine Mitbürger dazu auf, sich auch weiterhin für Lübberstedt zu engagieren. „Viele Beispiele zeigen uns, dass auch jüngere Mitbürger sich engagieren und in eine Gemeinschaft hineinwachsen, die für andere Gemeinden ein Vorbild ist“.
Samtgemeindebürgermeister Reinhard Kock bedankte sich ebenfalls bei den Ehrenamtlichen. „Ich weiß um die die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit – immerhin war ich selbst 30 Jahre in der Jugendarbeit des FC Hambergen tätig, und fast zehn Jahre als ehrenamtlicher Bürgermeister“, so Kock. Ein wesentlicher Faktor für den Frieden im Land sei die kommunale Selbstverwaltung und die Beteiligung der Ehrenamtlichen am Gemeindeleben. „Viele Bürger bringen sich für das Gemeinwohl ein. Diese Arbeit bedeutet zwar persönlichen Aufwand und Einsatz, man bekommt aber auch etwas zurück. Dankbarkeit, glückliche Gesichter und Wertschätzung der eingebrachten Arbeit. Das ist unbezahlbar“, hob Kock hervor.
Uwe Tellmann nutzte dann die Gelegenheit, kurz seine Gedanken über die Lage in der Welt zum Besten zu geben. Sein Fazit: „Viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können die Welt verändern…“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.