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In süßer Freude

Weihnachtliches Konzert in St. Willehadi
Von Christa Neckermann

Osterholz-Scharmbeck. Eigentlich ist es kaum zu glauben. Jedes Jahr ist bekannt, dass pünktlich im Dezember Weihnachten gefeiert wird. Sogar das Datum ist kein Geheimnis: vom 24. bis 26. Dezember herrscht der festliche Ausnahmezustand. Es sollte daher für alle Menschen – egal, ob sie sich gut organisieren können oder nicht – ein leichtes sein, sich auf diese festliche Zeit entsprechend vorzubereiten.
Trotzdem doch finden sich Jahr für Jahr mehr Menschen dem Fest vorbereitenden Stress ausgesetzt und sehnen sich nach Augenblicken der Ruhe und Besinnlichkeit. Den zumindest konnten jetzt die Osterholz-Scharmbecker beim weihnachtlichen Konzert in der voll besetzten St. Willehadi-Kirche genießen.
„In dulci jubilo“ nämlich spielten und sangen ein eigens gegründeter Projekt-Vokalchor mit Sängerinnen und Sängern aus dem Kirchenkreis unter Leitung von Kreiskantorin Caroline Schneider-Kuhn, das Blechbläser-Auswahlensemble des Kirchenkreises unter Leitung von Kreisposaunenwart Florian Kubiczek und das Posaunen-Ensemble Namen.Los bei dem Thomas Ratzek die Einstudierung übernommen hatte.
Auf dem Programm standen dabei Werke des Barockkomponisten Samuel Scheidt, dessen Choralmotette für zwei vierstimmige Posaunen-Chöre gleich zu Beginn das Publikum in ihren Bann zog. Michael Praetorius war mit „In dulci jubilo“ und „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ vertreten und Georg Friedrich Händel hatte aus dem Messias-Oratorium „Denn die Herrlichkeit Gottes“ beigesteuert. Selbstverständlich fehlte auch Johann Sebastian Bach nicht. Hier hatte Caroline Schneider-Kuhn Choräle aus dem Weihnachtsoratorium ausgewählt, unter anderem „Jesu, richte mein Beginnen“ und „Ich steh‘ an deiner Krippe hier“.
Der Wechsel zwischen Chorgesang und Posaunenstimmen berührte das Publikum, die Stimmung unter dem Weihnachtsstern und dem festlich geschmückten Baum im Kirchenschiff vermittelten dem Publikum die so erfreuliche Besinnlichkeit in dieser Zeit „zwischen den Jahren“.
Bei „Vom Himmel hoch, ihr Englein kommt“ konnte von der Alltagshektik Abschied genommen werden, eine zufriedene Ruhe breitete sich im Kirchenschiff aus.
Mit dem „Christmas Lullaby“, dem Weihnachts-Wiegenlied, hatte Caroline Schneider-Kuhn eine zeitgenössische Komposition von John Rutter mit in das Programm aufgenommen, das sich aber hervorragend in die Programmfolge der Musik alter Meister einfügte, ebenso wie „Weihnachten“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy.
Den krönenden Abschluss des Konzertes „in süßer Freude“ zwischen den Jahren bildete das „Halleluja“ aus Händels Messias-Oratorium, das durch das Kirchenschiff rauschte und mit den Posaunentönen eine geradezu reinigende Wirkung entfaltete. Das Publikum dankte den Musikern nach dem neunzigminütigen Programm mit langanhaltendem Applaus und stehenden Ovationen für das berührende Konzert.

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