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Heiße Met und Handgestricktes

Ritterhuder Weihnachtsmarkt in gemütlicher Stimmung
Von Christa Neckermann

Ritterhude. Wer an diesem Wochenende durch Ritterhude fuhr bemerkte sicherlich viel mehr Bewegung rund um das Gebäude der Sparkasse Rotenburg Osterholz, die Riesschule, Turnhalle und – nicht zu vergessen – die Kirche. Der Duft nach Glühwein, Kaffee und warmen Gebäck in der Luft verriet den Ritterhudern und ihren Freunden, dass der Weihnachtsmarkt in vollem Gange war.
Heiko Behringer aus Ströhe kommt mit seinem Rentier-bespannten Wagen sehr gern nach Ritterhude. „Der Markt hat Flair – nicht zu kommerziell, nicht zu groß. Es macht Spaß!“, versicherte er, während er Glühwein und Flammkuchen an seine Kunden ausgabt.
Der Markt hielt für die Liebhaber weihnachtlicher Leckereien einiges bereit. Beim Bredenberger Fischerhof gab es frisch Geräuchertes, daneben fanden die Freunde guter Wurst eine Auswahl Eichsfelder und Westfälischer Wurstspezialitäten. Für den kleinen Hunger gab es zarte Crêpes oder deftige Brezeln, Bratwurst, Kartoffelpuffer oder frittierte Kartoffeln in Spiralform.
An den Ständen hatten die fleißigen Kunsthandwerker die Arbeiten der Vorweihnachtszeit aufgebaut. Mützen, Handschule und Schals fanden bei den kalten Temperaturen dankbare Abnehmer. So auch wie die von Hildegard Herzberg in freien Stunden gestrickten Strümpfe und Stulpen, die in fröhlichen Farben leuchteten.
Petra Stresemann dagegen bot Schmuck aus altem Tafelsilber an. Wenn nur noch einzelne Gabeln oder Löffel aus einem Besteck vorhanden sind, arbeitet sie daraus Hals- oder Armschmuck, Schlüsselanhänger und mehr. Eleganten Modeschmuck mit Glasperlen und Lederbändern in dezenten Farben hatte das „Atelier Cinderella“ auf den Ritterhuder Weihnachtsmarkt gebracht.
Auch Simone Ströbel war mit Mode, Accessoires und Schmuck von Modisign auf dem Weihnachtsmarkt präsent. Schöne Schals oder warme Pullis in modischen Farben, dazu eine passende Tasche – welche Frau hätte das nicht gern als Weihnachtsgeschenk?
Annegret Burek kam mit einer Herde Rentiere nach Ritterhude. Nicht die echten, nein, aber wetterfest aus Holz bilden sie eine fröhliche Bereicherung eines jeden Vorgartens. Auch Kerzen aus Holz oder dickbäuchige Schneemänner, die satt und froh aus der Wäsche schauen, eignen sich hervorragend als Vorgartenzier. „Mein Mann macht die Holzarbeiten, ich übernehme die Bemalung“, verriet sie schmunzelnd.
Birgit Mehwald-Hoffmann hatte viele Stunden in ihrer Küche verbracht und dort köstliche Kreationen aus den Früchten ihres Gartens gezaubert. Liköre aus Feigen, Marzipan oder Pfirsich, dazu Erdbeer- und Kirschmarmelade brachten die Erinnerungen an einen wunderbaren Sommer zurück
In der Riesschule hatten die Lions wieder ihre Büchertische aufgebaut. Hier konnte gestöbert und alte Freunde getroffen werden. Kinder- und Jugendbücher, gut erhalten, freuen sich jetzt auf neue junge Besitzer, ebenso wie die naturwissenschaftlichen Werke, Shakespeares komplettes Werk oder all die Ratgeber rund um Gesundheit und Wohlbefinden.
In der Riesturnhalle hatte der Kirchenkreis das Kirchencafé aufgebaut. „Am Sonnabend waren alle Torten und Kuchen ausverkauft, wir mussten sogar nachbacken lassen“, verrieten die netten Damen am Kuchen stand. Insgesamt haben die Ritterhuder und ihre Gäste zwischen 70 und 80 Torten und Kuchen vernascht und dazu viele Liter an Kaffee getrunken. Damit nicht genug, beim Verlassen der Turnhalle lockte ein Stand mit „figurenfreundlichen Leckereien“. Rumtopffrüchte, Rhabarber-Marzipan-Konfitüre (mit echtem Marzipan hergestellt) oder Marmelade aus Tayberry (einer Kreuzung aus Brom- und Himbeere) wird nun so manchen Frühstückstisch in Ritterhude und umzu veredeln.
Sandra Gieschen war mit der entsprechenden Verpackung für all die schönen Weihnachtsgeschenke auf dem Weihnachtsmarkt vertreten. Ob kleine Kästchen für raschelnde Geldgeschenke von Oma oder edle Karten und Umschläge für die ganz besondere Weihnachtspost – bei ihr fanden die Weihnachtsmarktbesucher die richtigen Accessoires. Andreas Schütze, der nebenan seine exklusiven Schreibgeräte anbot, hätte hier gleich die entsprechenden Verpackungen für seine aus feinen Hölzern hergestellten Kugelschreiber und Füller finden können.
Im Rathaus war an diesem Wochenende mal nicht von Politik die Rede, dafür gab es Holzarbeiten aus dem Erzgebirge. Und statt politische Papiere auszutauschen, wurden Marmeladenrezepte getauscht, während sich draußen die Kleinen auf dem Karussell und der Spielbude vergnügten.
Zeitgleich hatte auch in Platjenwerbe ein kleiner, feiner Weihnachtsmarkt seine Tore geöffnet und bot hier dem Publikum eine verlockend-warme Einstimmung in die letzten Tage vor dem Fest.

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